Gerhard Grömmer neuer Vorsitzender beim MSC Fürstenzell

- Junge Slalompiloten und alternative Antriebe sollen wieder Schwung ins Vereinsleben bringen -  auch beim sogenannten SIM Racing, also dem organisierten Rennsport am Simulator, sieht man Zukunftsperspektiven für den ADAC Ortsclub -   

 

Der Motorsportclub Fürstenzell galt in früheren Jahren als einer der aktivsten Ortsclubs des ADAC Südbayern. Als Veranstalter großer Rallye-Events und nicht zuletzt mit der langjährigen Durchführung des Fürstenzeller Weinhügelfests, wurde der Club weit über die Grenzen des Marktes Fürstenzell hinaus bekannt. Erfolgreiche Motorsportler wie der mehrfache niederbayerische Slalom- und Rallyemeister Karl Schafhauser, DMSB Slalom Pokal Sieger Dr. Hans-Gerd Ennser oder Mitropa Cup Sieger Peter Zeilberger kamen aus den Reihen des Fürstenzeller Clubs. Leider gingen die Aktivitäten des Vereins in den letzten Jahren stark zurück und auch die Mitgliederzahlen bewegten sich nach unten. Mit dem Wegfall des in Passau angemieteten Trainingsgeländes für den Jugend-Kart-Slalom Sport, brachen auch die Aktivitäten in der Jugend- und Verkehrssicherheitsarbeit ein.

 

Bei der ordnungsgemäßen Jahreshauptversammlung des Clubs bedauerte der scheidende Vorsitzende Reinhard Asbeck diese Entwicklungen und nannte verschiedene Gründe für den Rückgang der Vereinsaktivitäten. Bei den anstehenden Neuwahlen der Vorstandschaft verzichtete Asbeck auf eine weitere Kandidatur und so wählte die Mitgliederversammlung erwartungsgemäß den Fürstenzeller Gerhard Grömmer zum neuen Vorsitzenden. Seine ebenfalls einstimmig gewählten Stellvertreter Alois Greineder vom gleichnamigen Opel Autohaus und Tankstellenpächter Volker Traft erklärten sich bereit, ihn in der Vereinsarbeit tatkräftig zu unterstützen. Neu besetzt wurde auch das Amt des MSC Kassiers, denn nach der Wahl ihres Ehemannes zum Vorsitzenden stellte Bianca Grömmer ihr Amt als Schatzmeister zur Verfügung. Der 30 Jahre alte Passauer Betriebswirt Fabian Ennser wurde ebenfalls einstimmig in das Amt des MSC Kassenwarts gewählt.

 

Die neue Vorstandschaft hat vor, altbewährte Motorsportarten wie den Automobil Slalom Sport weiter zu fördern. Einige Nachwuchsfahrer haben ihr Interesse an dieser Sportart bekräftigt und so hofft man wieder an den niederbayerischen Maier-Korduletsch Slalommeisterschaften teilnehmen zu können. Ausflüge und Grillfeiern sollen das Vereinsleben weiter beflügeln und auch auf die Mitarbeit mehrere Vorstandsmitglieder bei der ADAC 3-Städte Rallye des ADAC Südbayern ist man besonders stolz.

 

In der Jugendarbeit und bei der Akquise neuer Mitglieder wird man neue Wege gehen. Die Umstellung auf alternative Antriebsformen macht auch vor den Motorsportreibenden nicht Halt. Vom ADAC Südbayern wurde vor kurzem ein neues Elektro-Kart vorgestellt, dessen Fahr- und Batterieleistungen geeignet sind, im Jugend-Kart-Slalom Sport die aktuellen Verbrenner abzulösen. Die Fürstenzeller Motorsportler werden sich um Fördermittel des ADAC bewerben, um in der Jugendarbeit mit geräuscharmen und abgasfreien Elektrokarts zukünftig neue Wege zu beschreiten.

 

Auch das Thema SIM Racing, eine vom Deutschen Motorsportbund anerkannte neue Art des Motorsports, will man im Auge behalten. Beim SIM Racing wird den Akteuren die Möglichkeit eröffnet, an einem Simulator an virtuellen Rundstreckenrennen teilzunehmen. Die Realitätsnähe zum echten Rennfahrzeug soll bei mehr als 90 % liegen. Gemeinsam mit der Sportabteilung des ADAC Südbayern will man ausloten, wie man Teilnehmer an SIM Racing Rennen in einen ADAC Ortsclub einbinden kann, um wieder Neumitglieder zu gewinnen.

 

Nicht zuletzt wird man sich weiterhin im Bereich des traditionellen Sports engagieren. Mit  Dr. Hans Gerd Ennser, der als Sportkommissar der FIA weltweit bei Formel 1 Rennen im Einsatz ist und Andreas Spannbauer als Sicherheitschef der ADAC 3-Städte Rallye, stellt der MSC Fürstenzell national und international wichtige Sportwarte, ohne die sich weder in der Formel 1, noch in der deutschen Rallyemeisterschaft die Räder drehen würden.

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